mercoledì 16 aprile 2008

Nachwahlblues

Das Land, das am letzten Montag aus den Urnen hervorging, eine große Unbekannte, vor allem ein gespaltenes Land, das nur noch von der kosmetisch korrigierten Fratze eines Berlusconi, der einzigen landesweit noch funktionierenden Identifikationsfigur als erfolgreicher Geschäftsmann, die durch und über sein Kommerz-TV das Land an der Oberfläche zusammengehalten wird.
Im Norden, der triumphale Wahlsieg der NordLiga, Ausdruck eines starken Autonomiestrebens, im Süden, ein zurückgebliebener Klientelstaat, in dem die organisierte Kriminalität und die systematische Besetzung der öffentlichen Ämter 10-15 % der Stimmen direkt kontrolliert, weiterhin ein Wahlreservoir obskurer Interessen.
Die Parabel der Linken, eingeleitet in Europa durch die Kämpfe '68 und die Arbeiterkämpfe '79 in Italien, findet mit den italienischen Wahlen '08 ihr historisches Ende.

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