Fast unbeachtet vor der großen Weltöffentlichkeit verabschiedete vor einigen Wochen die UN-Vollversammlung mehrheitlich ein Moratorium gegen die Todesstrafe.
Es ist jetzt zwar kaum zu erwarten, dass China oder die USA diese menschenverabscheuenden Praktiken einstellen werden, doch immerhin ist zum ersten Mal in der Welt ein Signal gesetzt worden, ein wichtiges Signal.
Die Initiative war von Italien ausgegangen und mit Beharrlichkeit voran getrieben worden.
Löblich
Alle konnten sich stolz mit diesem Erfolg identifizieren, Linke, Katholiken, Bevölkerung, Regierung,
in Italien eine fast undenkbare
Quadratur des Kreises
Was wurde daraus gemacht?
Ein Journalist, bekannt für seine große Leibesfülle, ideologischer Vorkämpfer an der Berlusconi-Front, rief auf dem Petersplatz zu einer kämpferischen Mobilisierung für das ungeborene Leben auf
Eine Mahnwache
Im Namen des Lebens
Gegen das in Italien geltende Gesetz zur Unterbrechung der Schwangerschaft
Gegen die Frauen als "Mörderinnen" ihrer ungeborenen Kinder
Eine kolossale ideologische Instrumentalisierung
Die heilige Allianz zwischen Giuliano Ferrara, kinderlos, und Papst Benedikt XVI, kinderlos, auf dem Petersplatz
Ein Spektakel der besonderen Art oder wie eine diplomatische Initiative auf Weltebene zu einer Posse verkommen kann
PS: Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Angelo Bagnasco, sagte vorgestern
"Die Bischofskonferenz beschäftigt sich nicht mit Politik, ihr geht es nur um Werte und Werte haben keine Partei".
Eine eigenartige Präzisierung, am Tag nach dem Fall der Regierung Prodi.
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