domenica 20 gennaio 2008

Papaday

Heute ist Sonntag.
In Italien das Übliche.
Angebliche 200.000 in Solidarität mit dem Papst auf dem Petersplatz.
Der "arme" Papst, der an der Universität nicht sprechen durfte bzw. wollte.
Es ist in Italien für die Öffentlichkeit immer wieder eine gewöhnungsbedürftige Neuigkeit, dass dieses Land nicht mehr zum Vatikanstaat gehört und sich dessen Staatsoberhaupt wie andere auch, ihr Ansehen in der öffentlichen Auseinadersetzung erobern muss.
Systemathisch legt er sich mit der akademischen Welt, vor allem die der Naturwissenschaftler, an. Dann muss er auch Kritik ertragen können.

Ich bin immer noch der Meinung, dass ein Blog, für mich, Unsinn ist.
Francesco aus Mailand, ein Herzfreund und Kollege, der es gut mit mir meint, bestand darauf.
Wer gern schreibt, wer es auch beruflich tut, wer Tagebuch führt, ist angeblich prädestiniert zum Bloggen. Eine besserer Zeitvertreib als psychische Demoralisierung und Demotivation. Ok.
Doch warum sollte ich mein Tagebuch, mein Intimstes, mit anderen teilen sollen oder wollen?
Es ist schwer, sich ein anonymes, abstraktes, kollektives Gegenüber vorzustellen, das irgendwo da draussen, im worldwideweb herumschwirrt.

Nächstes Schlagwort: Target. Ein Blogger braucht ein Target - sagen die Kommunikationsstrategen.
Ich werde es mir überlegen.
Vielleicht komme ich noch drauf.
Jetzt säubere ich erstmals die Terrasse von altem Laub zu Ende.
Heute war es fast wie ein erstes Frühlingsschnuppern: klarer Sonnenschein, blauer Himmel.
Dies ist auch wirklich der einzige Grund in Italien, pardon in Rom zu leben: das schöne angenehme Klima (in Mailand nebelte es hingegen heute morgen: das geschieht denen Recht, den Mailändern! Dies nur wegen der bekannten Rivalität zwischen Italiens Nordkapitale und seiner eigentlichen Hauptstadt Rom.

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